Die ersten Siedlungen im Hondelager Raum
Mit dem Auftreten der Römer in West- und Norddeutschland also etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung wird die "Wissenschaft des Spatens" als Quelle von Forschungen und Untersuchungen allmählich durch eine Geschichtsschreibung abgelöst. Von Cäsar und später von Tacitus wissen wir, daß unsere Gegend zum Gebiet der Cherusker gehörte. Etwa vom dritten Jahrhundert ab traten aber immer stärker die Sachsen in Erscheinung, die, wie uns der Geograph Ptolemäus berichtet, aus dem südlichen und westlichen Holstein stammten. In dieser Zeit sind zahlreiche Dörfer entstanden.
Zu den Voraussetzungen einer Siedlung gehörten im Mittelalter: ein leicht zu bearbeitender Boden, Wiesen für das Vieh, Wasser als unentbehrliches Lebenselement und wenn irgend möglich Wald als Zuflucht in Kriegszeiten. Unser Raum mit seinen zahlreichen Ortsgründungen, die später zum großen Teil wieder wüst wurden, bietet ein gutes Bild für eine stufenweise Besiedlung des Bodens. An dichtem Wald hat es vor mehr als eintausend Jahren in dem weiten Gebiet nördlich der unteren Schunter nicht gefehlt.
Noch heute erstreckt sich ein zusammenhängender Waldgürtel zwischen Gr. Brunsrode und Querum. Das Schuntertal und später der langgestreckte Kiesrücken, auf dem auch Hondelage liegt, waren deshalb ein Siedlungsboden, der den Ansprüchen der damaligen Zeit genügte. Als das Land mit der wachsenden Bevölkerung knapper wurde, drangen die Siedler nach Norden vor, bearbeiteten auch weniger geeignete Böden beispielsweise auf Lichtungen des Waldes , rodeten den Wald selbst und gründeten neue Ortschaften.
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