Deutung des Namens Hondelage
Die Bezeichnungen für unseren Ort in den alten Urkunden sind unterschiedlich, und die Schreibweise war im Laufe seiner Entwicklung häufig Wandlungen unterworfen. Nach Kleinau gibt es folgende Abweichungen. 1179 Honloge, 1307 Honlaghe, 1311 Honlenge, 1319 Honlage, 1322 to Honleghe, 1347 in Hollaghe, 1378 Holneghe, 1400 Honlega, 1486 Hoenlage, 1487 Hoinlage, 1505 Honleue, 1550 Honla, 1619 Honlahe, 1745 Hondelah oder Honlage. Sie bezeichnen alle den gleichen Ort. Der Name selbst wird unterschiedlich erklärt.
Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit aber Hahne zuzustimmen: Nach ihm ist "lage eine offene freie Fläche zwischen Wäldern". Hondelage bedeutet also: "auf einer freien Fläche im Walde am hohen Ufer der Schunter" gelegen und bezeichnet die Lage auf einem niedrigen, aber steilen Hügel, auf dem - wie Hahne vermutet - vielleicht schon ein befestigter sächsischer Herrensitz..., sicherlich aber im Mittelalter die kleine Ritterburg der Herren von Honlage oder Honleghe sich erhob. Für die in der Inventarisation von 1878" ausgesprochene Vermutung, auf dem Lindenberg habe sich bereits eine prähistorische Erdbefestigung" befunden, hat sich jedoch bisher kein Beweis ergeben.
Es ist wohl kein Zufall, daß der gleiche Name nördlich der Stadt Braunschweig wiederholt gefunden wird. Hahne nennt Honlege, wüst bei Kästorf, Honlege bei Diesdorf, Honleghe bei Fallingbostel und Honleghe, wüst bei Salzwedel. Auch die mundartliche Bezeichnung Hondeln, die sogar auf einigen Karten des frühen 18. Jahrhunderts enthalten ist und noch heute für den Ort angewandt wird, kehrt in dem Flurnamen "die kleine Handel" nördlich der Lehrer Flur wieder.
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