Zwei Wappen derer zu Hondelage
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Inhaltsverzeichnis

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Die Chronik des Dorfes Hondelage
Die online-Ausgabe der 1975 gedruckten Fassung von Gerhard Bothe und Alfred W. Bertram.
Landschaft und Besiedlung

Lage, Oberflächengestaltung, Bodenbeschaffenheit, Dorfbild und Bodenschätze

Die Feldmark Hondelage erstreckt sich nördlich der Schunter zwischen den Fluren der Gemeinden Dibbesdorf im Süden, Wendhausen im Osten, Bevenrode im Norden sowie Querum und Waggum im Westen. Sie umfaßt heute 853 ha. Die größte Länge in Nord-Südrichtung beträgt fast 5 km, die größte Breite in Ost-Westrichtung etwa 2,5 km. Die Höhenlage bewegt sich nach Norden ansteigend zwischen 71,4 m im Schuntertal und 92,5 m in den Wöhren. Den Hauptteil der Flur bilden mittlere, vereinzelt auch schwere Böden. Daneben kommen auf der Schunterterrasse leichte Sandböden mit hohem Grundwasserstand vor und - vorwiegend in der Schunteraue, aber auch im Westen und Nordosten - gute Grünlandböden. Die Ackerflächen werden, insbesondere im Westen und Norden der Gemarkung, von größeren oder kleineren Waldstücken begrenzt oder unterbrochen.

Das Landschaftsbild hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. Nach umfänglichen Rodungen im späten Mittelalter, die zu neuen Siedlungen führten, setzte im 13. Jahrhundert in gewissem Umfang eine Wiederbewaldung ein, nachdem einige Orte wüst geworden waren. Die Aufgabe großer, früher zum Ackerbau genutzter Flächen läßt sich noch heute an der Nordgrenze der Feldmark erkennen, wo Hochäcker und Legden (Furchen zur Ableitung überschüssiger Feuchtigkeit) im Hochwald deutlich zu erkennen sind. Mit der Ablösung der alten Huderechte ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine neue Rodungsperiode festzustellen, als mehrere staatliche Forstorte, die der Gemeinde als Entschädigung überlassen waren, in Ackerland umgewandelt wurden. Auch die Trockenlegung des alten und neuen Teichs führte zu einer erheblichen Umgestaltung des Landschaftsbildes. Größere Flächen (Wald, Wiesen, Acker) im Westen der Feldmark sind in das Landschaftsschutzgeblet "Querumer Holz und angrenzende Landschaftsteile" einbezogen.

Der Ort selbst liegt in seinem alten Kern etwa 75-76 m hoch auf einem dicht an die Schunter heranreichenden Terrassensporn. Das Siedlungsbild im alten Dorf wird von Haken- oder Dreiseithöfen mitteldeutscher Bauart aus Backstein oder Backsteinfachwerk bestimmt; vereinzelt kommen auch noch Höfe in der niedersächsischen Bauweise vor. Die nach der Währungsreform im Jahre 1948 entstandenen neuen Wohngebiete zeigen neben ein- oder zweigeschossigen Eigenheimen und Siedlungshäusern in Putzbauweise in den Bauten der letzten Jahre auch drei- oder viergeschossige Wohnblöcke mit Miet- und Eigentumswohnungen insbesondere für die gewerbliche Pendlerbevölkerung (Abb.).

Das noch vor einigen Jahrzehnten überwiegend landwirtschaftlich orientierte Dorf hat durch die Errichtung oder Umsiedlung zahlreicher Gewerbebetriebe - vornehmlich aus der Stadt Braunschweig - einen neuen Charakter erhalten. Die Versorgung der Gemeinde mit Licht und Strom liegt bei der Hannover-Braunschweigischen Stromversorgungs-Aktiengesellschaft (Hastra). Für die Belieferung mit Frisch- und Brauchwasser, für die Abwasserbeseitigung und die Müllabfuhr ist die Gemeinde dem Wasserverband Weddel-Lehre angeschlossen. Außerdem ist sie Mitglied im Schunterverband.

Von einem Ölschiefervorkommen und Kieslagerungen abgesehen, sind besondere Bodenschätze nicht vorhanden.



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